Bikewochen 2020

Im August habe ich sehr viel Zeit auf dem Bike verbracht, denn es war Ferienzeit und ich habe zwei große Mehrtagestouren absolviert. Die Berichte und Bilder dazu sind nun auch hier zu finden, bitte hier entlang:

Im frischen Schnee am Gornergrat

Nach der Biketour von Obersaxen nach Zermatt konnte ich noch zwei Tage an diesem Ort verweilen. Leider meinte das Wetter, genau an diesen Tagen den Sommer beenden zu müssen. So wanderte ich am Samstag einige Stunden durch den strömenden Regen und am Sonntag dann durch frischen Schnee. Ausgerüstet war ich allerdings fürs Biken und weniger für solche Abenteuer.

Zunächst musste ich aber meine Pläne, auf den Gornergrat zu fahren, auf Eis legen. Denn unter wurde man informiert, dass die Bahn aktuell nur bis Riffelberg fahre, da das Wetter einen Oberleitungsschaden verursacht hatte. An der Station Riffelberg auf 2’582 Meter Höhe verwandelte sich der Regen schon in Schnee und es lagen bald 10 cm frisches Weiß auf der Landschaft.

Umrisse von Bergen in den Wolken.

Außerdem lag hier oben der Start der Enduro World Series und so zeichneten sich im Nebel fast schon unwirklich Biker ab, die sich auf den Weg Richtung Tal machten. Eigentlich sollte der Start viel weiter oben stattfinden, aber das ließ das Wetter nicht zu. Ich machte mich unterdessen auf Richtung Riffelsee, in der Hoffnung mit nicht geeignetem Schuhwerk ein paar Höhenmeter erklimmen zu können und eventuell der Wolkendecke zu entfliehen. Denn ab und an drückte die Sonne schon durch die Wolken.

Verwaiste Enduro World Series-Strecke.
Umkehrpunkt auf dem Weg zum Riffelsee.
Spuren im Schnee.

Allerdings war der Weg im Schnee schwer zu finden und nach einiger Zeit wurde es doch so steil, dass mir der Abstieg mit den Wanderschühli nicht ganz geheuer war, sodass ich zurück zur Riffelalp wanderte. Dort angekommen fuhr glücklicherweise doch wieder die Bahn bis zum Gornergrat, so dass ich dieses Erlebnis noch mitnehmen konnte. Das war schon speziell oben in der frisch verschneiten Berglandschaft mit dem Spiel aus blauem Himmel und Wolken.

Nebel am Gornergrat.
Bergkulisse am Gornergrat.
Ausblick am Gornergrat.
Bergkulisse am Gornergrat.
Vernebelter Blick auf die Bergkulisse am Gornergrat.
Bergkulisse am Gornergrat.
Gornergrat und verstecktes Matterhorn.
Bergkulisse am Gornergrat, irgendwo in den Wolken steckt die Dufourspitze.
Bergkulisse am Gornergrat.

Leider hat sich das Matterhorn nicht einmal zwischen den Wolken gezeigt. Ab und an kamen kleine Teile durch, aber das ganze imposante Horn war nie zu sehen. Während meiner gesamten Zeit in Zermatt nicht. Was ich, vor allem wenn ich Bilder sehe, wie es dort ohne Wolken ausschaut, doch ziemlich bedauere. Aber zum Glück ist es nicht so weit nach Zermatt.

Das Matterhorn versteckt sich weiter in den Wolken.
Gesamtstrecke: 3.29 km
Maximale Höhe: 2682 m
Gesamtanstieg: 171 m

Ausflug auf das Jungfraujoch

Nach der anstrengenden Bikewoche durch das Berner Oberland ging es zur Abkühlung hinauf auf das Jungfraujoch. Zum ersten Mal in meinem Leben. Die Coronakrise hat manchmal auch positive Auswirkungen, zum Beispiel dass solche Touristenmagnete wie das Jungfraujoch nicht mehr so überlaufen sind. Dazu kam, dass wir einen Tag mit sehr schlechter Wettervorhersage erwischt hatten, was dazu führte, dass wir oben viel Platz und Ruhe hatten.

Ausblick auf den Konkordiaplatz.
Blick hinab über den Guggigletscher, leider mit vielen Wolken.
Der Mönch aus der Nähe.
Blauer Himmel auf dem Weg zur Mönchsjochhütte.
Der Mönch von der Südseite.
Die Hundehütte am Mönchsjoch.

Schlussendlich hatten wir aber doch Glück mit dem Wetter. Der Ausblick Richtung Thunersee und Bern blieb zwar in den Wolken versteckt, aber oben hatte es doch mehr Sonne als erwartet. Besonders eindrücklich war aber die Stille im ewigen Eis. Ein wenig hat mich das an die Zeit in Lappland erinnert. In der Mönchsjochhütte hatte es noch viele freie Plätze und erst beim Rückweg zum Jungfraujoch wurde das Wetter schlechter und es begann zu schneien.

Die Mönchsjochhütte.
Schneefall auf dem Weg zurück zum Jungfraujoch.

Kaiserliche Wanderung auf den Morgetepass

Es gibt hier zwar immer wieder Bilder mit Kühen zu sehen, aber meiner Meinung nach sollte es auch mehr Hundebilder geben. Deswegen hier nachgereicht die Bilder einer Wanderung, die ich mit dem großartigsten Hund der Welt und dem zugehörigen Menschen unternehmen durfte.

Das Gantrischseeli mit sehr wenig Wasser.

Zwar war das Wetter nicht sehr einladend an diesem Tag, aber davon ließen wir uns nicht abschrecken. Und so erreichten wir nach einem Aufstieg durch viel Nebel und kalten Wind das Gantrischseeli. Für Sissi waren das perfekte Badebedingungen.

Schwimmende Sissi im Gantrischseeli.
Menschenleeres Gantrischseeli.

Immerhin hatte das Wetter den angenehmen Nebeneffekt, dass wir nahezu total allein unterwegs war. Noch nie zuvor oder danach habe ich das Gantrischseeli menschenleer erlebt.

Getarnte, spielende Sissi im Schneefeld.

Auf dem Schneefeld kurz vor der Chummlihütte, über das ich eine Woche zuvor mein Bike getragen hatte, hatte nun die verspielte Sissi jede Menge Spaß.

Die Chummlihütte.
Sissi zeigt uns den Weg zum Morgetepass.
Im Sturm auf dem Morgetepass.

Dann führte uns Sissi sicher auf den Pass. Oben war es allerdings so windig und kalt, dass wir auf den Weg Richtung Leiterepass gern verzichteten und uns wieder auf den selben Weg zurück machten.

Auf dem Rückweg vom Morgetepass.

Diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig, denn auf dem Weg hinab kam tatsächlich immer mehr die Sonne durch und wir konnten noch ein paar wunderbare Ausblicke genießen. Danach sah es anfangs des Tages noch überhaupt nicht aus. Als dann doch langsam die Kraft bei Hund und Mensch nachließ, waren wir auch schon wieder am Parkplatz und machten uns auf den Heimweg. Wo dann Hund und Mensch auf dem Sofa lagen und noch ein wenig von der schönen Bergwelt geträumt haben.

Der beste Ausblick des Tages.
Okay, genug Fotos gemacht, wir gehen ja schon weiter.

Ausflug zur Chummlihütte

Heute hatte ich mir in den Kopf gesetzt, bis zur Chummlihütte unterhalb des Morgetepasses zu fahren. Auf knapp 1’800 Meter Höhe und damit über der Baumgrenze. Um überhaupt in die Nähe zu kommen, stand ein langer Aufstieg Richtung Gantrisch an.

Ausblick auf das Guggershorn.
Blick auf Schwefelbergbad und Ochse.

Als die Baumgrenze erreicht war und die Luft immer dünner wurde, war jeder weitere Höhenmeter hart erkämpft. Und dann kurz unterhalb der Hütte ging es nicht mehr weiter, zumindest nicht mit dem Bike. Da lag tatsächlich noch immer Schnee und ich musste das Bike kurz schieben, um ein paar Minuten später endlich den wunderbaren Ausblick auf den Morgetepass genießen zu können.

Blick auf die Chummlispitz.
Blick auf Birehubel.
Blick Richtung Gantrisch 100 Höhenmeter unter der Chummlihütte.
Kleines Hindernis kurz vor der Chummlihütte.
Frische Blumen und Blick Richtung Morgetepass.
Die Chummlihütte mit Chummlispitz im Hintergrund.
Der Gantrisch von der Chummlihütte aus gesehen.
Blick zum Morgetepass mit noch mehr Blumen.

Allerdings war es oben durch den Wind doch recht kühl, deswegen machte ich mich bald wieder an die Abfahrt, zunächst allerdings zu einem Zwischenstopp am Gantrischseeli.

Blick auf das Gantrischseeli.
Gantrischseeli mit Gantrisch und Chummlispitz im Hintergrund.

Weiter ging es dann entlang der Gürbe. Und zwar vom Gürbefall runter nach Burgistein, wo allerdings der Zug ohne Vorwarnung plötzlich so viel Verspätung hatte, dass ich doch mit dem Bike weiter entlang der Gürbe bis nach Hause gefahren bin.

Die Tschingelflue mit Gürbefall.
Gesamtstrecke: 64.09 km
Maximale Höhe: 1817 m
Gesamtanstieg: 2117 m
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